Noch 5,5 Tage

Hallo Zusammen,

lange lange habe ich nichts von mir hören lassen. Viel viel ist passiert in der Zeit. Das wichtigste zum Start: Es wird sicherlich ein Tanz auf dem Vulkan, aber ich freue mich auf Sonntag, endlich haben wir das langersehnte Ziel direkt vor Augen!!

 

Aber alles zu seiner Zeit:

Wie Flo, habe auch ich mit Flo zusammen meine Mitteldistanz absolviert. Deutlich schneller als erwartet habe ich das Ziel etwas nach Flo erreicht. Es müssen um die 5h 20 min. gewesen sein.

Nach Juni bin ich in ein kleines Motivationsloch gefallen. Das Training wurde härter, die Einheiten wurden länger und ich habe nie alles unter einen Hut bekommen. Dauernd musste die ein oder andere Trainingseinheit links liegen gelassen werden. Hinzu kamen die Umbauten der Schwimmbäder, so dass ich häufig vor verschlossenen Türen stand. Aber: Ausreden zählen nicht, deshalb habe ich mich Anfang Juli wieder aufgerappelt und war fest entschlossen nach einer Entlastungswoche die letzten sieben Wochen mit 2 ehlendig harten Belastungsblöcken durchzuziehen.

Diese Belastungsblöcke bedeuteten noch mehr Sport, noch längere Radeinheiten, noch mehr Laufen. Meine längsten Radeinheiten wären bis zu 7 Stunden hochgegangen. Ich hatte mich damit abgefunden, Stunden über Stunden alleine auf dem Bock zu sitzen, über Gott und die Welt nachzudenken und hoffentlich nicht mit Schmerzen im Hintern wieder vom Rad zu steigen. Top motiviert war der Plan, Montags endlich wieder voll in den Trainingsplan einzusteigen und keine Ausreden mehr zu suchen, wieder kein Schwimmbad zu finden. Um ein nicht ganz so schlechtes Gewissen zu haben, sollte Samstag noch eine Krafteinheit (Dachabriss) mit anschließender Radrunde bei Sonnenschein auf dem Programm stehen.

Doch alles kam anders als geplant. Während der Arbeit trat ich in ein Loch und riss mir mein Schienbein auf. Ende vom Lied:

Krankenwagen, Krankenhaus, Wunde genäht. Die Nachfrage, wann ich denn wieder ins Training einsteigen kann belächelte die Ärztin mit den Worten:“Diese Woche sollten Sie nicht laufen und Schwimmen, Radfahren ist kein Ding.“

 

Scheinbar, um mich zu trösten. Denn nach 14 Tagen Arbeiten, Sofa, Schlafen und 3 Ärztemeinungen wurden mir die Fäden gezogen, so dass auch die Entzündung, die sich unter der Naht gebildet hatte, sich abheilen konnte…

Nach 3 Wochen, 5 Ärzten und 4 Meinungen durfte ich immerhin schon locker Radfahren. Mein Bein blieb verbunden und die Wunde musste täglich gereinigt werden. Laufen und Schwimmen konnte ich immernoch vergessen und es waren nur noch 4 Wochen bis zum Wettkampf. Den ersten Trainingsblock habe ich ziemlich deprimiert hinter mich gebracht, ohne auch nur eine Sekunde trainieren zu können. Am schlimmsten waren die unterschiedlichen Meinungen der Ärzte, auf die man bei Verletzungen immer angewiesen ist.

Was hilft das meckern, Arzt Nr. 5 (tatsächlich Zufall wegen Vertretung usw.) und Meinung Nr. 4 habe ich seit 14 Tagen wasser- und luftdichte Pflaster mit Salbe auf der Wunde, damit diese „von innen“ heilen kann. Die beste Info kam zum Schluss: „Schwimmen lassen Sie bitte bleiben, ein Schwimmbad ist ja eine Kloake, Laufen und Radfahren dürfen Sie!“

Gesagt, getan, ich bin langsam aber stetig in meinen zweiten Trainingsblock eingestiegen. Meine erste harte Woche habe ich alles was ging auf dem Fahrrad erledigt plus eine lange Ausfahrt zu meinem lieben Kollegen und Wasserspender. Nach 166km, 2000 Höhenmetern und 7h Fahrzeit konnte ich endlich wieder einen Erfolg feiern. Auch wenn ich die gesamte Woche deutlich langsamer fahren musste weil mein Puls viel zu hoch war.

In meiner zweiten Trainingswoche galt es, möglichst alle Einheiten durchzuziehen, nur das Schwimmen links liegen zu lassen (traurig aber wahr, beim Wettkampf schwimme ich voraussichtlich das erste mal seit 7 Wochen…). Auch diese Trainingseinheiten waren hart, aber ich konnte die gesamte Woche durchziehen. Am Ende stand noch ein Lauf über etwas 2h an, den ich auch sehr gut überstanden habe.

Auch wenn ich die härtesten Trainingswochen schlabbern musste, 3 Wochen keinerlei Bewegung hatte, demnach schon mit Einbußen im Wettkamp rechne, bin ich dennoch zuversichtlich, dass ich das irgendwie schaffen werde.

Ich weiß, dass mich Flo mit einem großen alkoholfreien Weizen im Ziel auf mich warten wird!

 

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